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Nina Stocklöw

Festo digitalisiert seine Produkte mit PHOENIX MEDIA und revolutioniert die industrielle Automatisierung mittels Smart Devices und Condition Monitoring

Die digitale Evolution im B2B-Bereich hält für Industrieunternehmen große Herausforderungen, gleichzeitig aber auch immense Potenziale bereit. Es sind längst nicht nur Produktionsanlagen, die immer stärker automatisiert werden. Kernelemente der industriellen Digitalisierung sind die Einzelkomponenten, die durch die Integration von Softwarebestandteilen im Gesamtsystem miteinander kommunizieren und sich selbst steuern und regeln können, also immer vernetzter und intelligenter werden. Und gerade diese Vernetzung der Dinge ist es, die das Geschäftsleben der Zukunft vereinfachen wird und sicherstellt, dass produzierende Unternehmen im internationalen Wettbewerb konkurrenzfähig bleiben. Durch die zunehmende Verschmelzung von modernen Informations- und Kommunikationstechnologien mit industriellen Prozessen verändert sich die Produktionslandschaft. Industrie 4.0 sorgt für einen Wandel, der gänzlich neue Anforderungen an Produktionssysteme, Maschinen und den Menschen stellt. Der Schlüssel zur vernetzten und flexiblen Produktion von morgen lautet also ganz klar: Digitalisierung!

Festo als Vorreiter in der industriellen Digitalisierung

Diesen wichtigen Kerngedanken hat Festo frühzeitig erkannt. Als Weltmarktführer im Bereich Pneumatik zählt das Unternehmen 250 Niederlassungen in 61 Ländern und kann auf einen stolzen Jahresumsatz von 3,1 Milliarden Euro blicken. Der Global Player bietet seinen weltweit 300.000 Kunden smarte Produkte für die Fabrik- und Prozessautomation, erweitert sein Produktportfolio getreu dem Motto „Get digital. Now!“ und treibt die Digitalisierung in allen Unternehmensbereichen enorm voran.

Ein Teil von Festos Zukunftsstrategie ist es, zunehmend Erlöse aus dem Vertrieb digitaler Produkte, Dienstleistungen und Services zu erzielen. Denn in der klassischen Vertriebsstruktur, in der vornehmlich Anlagenbauteile bestellt, produziert und ausgeliefert werden, fehlten bislang Prozesse für Softwarelizenzierung und digitale Auslieferung. Diese Lücke hat Festo durch einen vollständig automatisierten digitalen Vertriebsprozess erfolgreich geschlossen. Oberstes Ziel für Festo war eine schnelle Time-to-Market, weswegen Magento als Shopsystem ausgewählt wurde. Auf Basis von Magento 2 Commerce wurde innerhalb von nur zwei Monaten ein Prototyp für die Hannover Messe zur Verfügung gestellt. Damit konnte Festo erstes qualifiziertes Feedback von einem großen Fachpublikum einholen. Entstanden ist die sogenannte „Festo App World“, die im Herbst 2017 in 20 Ländern ausgerollt wurde.

Einwandfreie Integration der bestehenden IT-Systemlandschaft in Magento

Dafür wurden sämtliche verkaufsrelevante SAP-Prozesse und Webservices wie zum Beispiel das License Management und SAML für Single-Sign-On in Magento integriert. Dank der schnellen und einfachen Integration in die bestehenden Betriebsprozesse kann Festo Einkaufskonditionen für einzelne Einkäufer je nach Kundengruppe, -branche oder auch Umsatzvolumen berücksichtigen und entsprechend anpassen. Natürlich sollten auch die 250 Niederlassungen weltweit von der Bereitstellung der „Festo App World“ profitieren. Möglich macht das ein automatisierter Prozess für die innerbetriebliche Rechnungsstellung, die alle firmeninternen Bedürfnisse stillt.

Beim Roll-out in verschiedene Länder spielt das Thema Rechtssicherheit eine zentrale Rolle. Die Multistore-Fähigkeit der „Festo App World“ ermöglicht es, verschiedene Bestellplattformen über eine Magento-Instanz zu betreiben, die sich hinsichtlich Sprachauswahl, Währungen und Steuersätzen unterscheiden, um länderspezifische Anforderungen zu erfüllen. Durch eine zentrale Verwaltung bleibt der technische und administrative Aufwand überschaubar. Magento Commerce unterstützt die umfangreiche Internationalisierung Festos mit seinem facettenreichen B2B-Feature-Set an dieser Stelle perfekt.

„Festo App World“ als Verkaufsplattform der Digitalstrategie

Das Festo Motion Terminal, auch VTEM genannt, ist eines der ersten Produkte der Industrie 4.0-Ära und lenkt die Welt der Automatisierung in neue digitale Dimensionen. Das VTEM ist das erste Ventil der Welt, dessen Funktionen über Apps erweitert werden können. Eine perfekte Kombination aus Pneumatik und Digitalisierung. Über 50 bisher unveränderliche Einzelkomponenten lassen sich mithilfe der „Festo App World“, welches die neue Verkaufsplattform von Festos Digitalstrategie darstellt, binnen Minuten in ihrer Funktion erweitern. Über den Product Key lässt sich jede Hardware eindeutig identifizieren und mit neuen Apps aus der „Festo App World“ erweitern. Ingenieure haben während des Konstruktionsprozesses also die Möglichkeit, die Funktionen der Komponenten auf einfache Art selbst anzupassen. Dank diesem neuen Ansatz innerhalb der Funktionsintegration und -erweiterung ist lediglich eine Hardware nötig – eine echte Revolution in der Automatisierungstechnik!

Festo Motion Terminal

Abb.1: Das Festo Motion Terminal kann in seinen Funktionen über die "Festo App World" erweitert werden. ©Festo AG & Co. KG, alle Rechte vorbehalten

Über IoT-Gateways, die das Motion Terminal mit der Festo Cloud verbinden, reporten die smarten Komponenten zudem Systemzustände auf direktem Wege in die Cloud. Diese wiederum ermöglicht eine Aufbereitung und Überwachung der Daten. Mittels Condition Monitoring können Anlagenbetreiber Zustand- und Leistungsdaten schnell über Dashboards, einer Ansicht im Web-Browser mit Diagrammen und Statusanzeigen, in Echtzeit visualisieren und analysieren. Festo gelingt es damit, die Fabrikautomatisierung flexibler zu gestalten und für mehr Effizienz und Ausfallsicherheit durch Überwachungssysteme zu sorgen.

Mit Software-Subscriptions zur Revolution des industriellen Vertriebs

Durch den Verkauf von Software-Subscriptions über die Magento Commerce Vertriebsplattform gelang Festo im April 2018 die Einführung eines weiteren Geschäftsmodells, welches neben den Einzelverkauf trat und wiederkehrende Einnahmen ermöglicht. Für den Bereich Anlagenbau ein geradezu revolutionäres Vertriebskonzept, das es in derartiger Form bislang nicht gab. Ein Beispiel dafür ist das mobile und digitale Wartungsmanagement „Smartenance“, welches in der „Festo App World“ als Abonnement in vier Modellen angeboten wird. Das Produkt besteht aus einem mobilen Wartungskalender als App für Smartphones und Tablets sowie einer Webbrowser-Oberfläche, dem Dashboard, für Produktionsleiter. Um den Kalender nutzen zu können, sind Lizenzen notwendig. Diese unterscheiden sich hinsichtlich Größe und Leistungsumfang und können je nach Anzahl an zu wartenden Maschinen in einer Produktion erworben werden. Der enorme Mehrwert der digitalen Wartung wird schnell klar: Der Anlagenbediener erhält alle wichtigen Informationen seiner Maschinen auf sein mobiles Gerät, kann neue Bestellungen tätigen und proaktiv verschleißte Komponenten austauschen und erhält eine umfassende Übersicht über alle dringenden Aufgaben oder etwaige Probleme. Das Resultat ist eine einfachere, schnellere und sicherere Anlagenwartung, die Abstimmungsaufwand reduziert und für mehr Effizienz sorgt.

Mit diesen und weiteren Value-Added Services lässt Festo die Smart Factory bereits heute Realität werden und begeistert seine Kunden.

Weitere Details zum spannenden Case gibt's hier!

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