Die K5 2026 war mehr als nur ein Branchentreffen
Hand aufs Herz: Viele Konferenzen klingen nach Zukunft und fühlen sich dann doch wie ein sauber sortierter Sales-Floor an. Die K5 war anders. Groß, laut, voll – und ja, die Branche war wirklich da. Händler, Agenturen, Technologieanbieter, Plattformen, Payment, Commerce-Tech. Das volle Programm.
Für PHOENIX MEDIA diente bereits der Vorabend mit einem Pre-Event, gesponsort von Hyvä, Mastercard und Unzer einen entspannten Einstieg in starker Commerce-Runde. Eins war nach dem Abend klar: Die Leute haben Bock – und zwar so richtig!
Am 23. Juni ging es dann auf die Messe. Das Motto #intoaction, passte ziemlich gut zur allgemeinen Stimmung. Nicht noch ein halbes Jahr Strategie-Workshop.
Gerade in Zeiten von KI, in denen eine neue Entwicklung die nächste jagt, wird Abwarten schnell zur Ausrede. Der große Aha-Moment wird nicht kommen, während man auf die perfekte Roadmap wartet. Er entsteht beim Machen, Testen und beim Umbauen.
K5 Thesen in a Nutshell
Der offizielle Auftakt kam mit den K5 Thesen. Inhaltlich zog sich ein klares Muster durch: Social Commerce wird ernster, KI wird operativer und Differenzierung wird härter.
Oder, zugespitzt mit einem Statement aus dem Umfeld der Diskussion: „Sales led-commerce ist am Ende. Jetzt: Demand-led Commerce! “ Das sitzt. Und es trifft einen wunden Punkt.
Die unbequeme These: Wer keine Brand baut, wird vergleichbar und endet mit leeren Warenkörben.
#InToAction – Das kalte Wasser ruft
Das Motto der Messe war dieses Mal mehr als ein netter Claim. Es war ein direkter Hinweis darauf, wo viele Unternehmen gerade stehen.
KI verändert Suche, Content, Kundenservice, Produktdaten, Entscheidungsprozesse und irgendwann auch den klassischen Weg in den Onlineshop. Gleichzeitig entstehen neue Social-Commerce-Mechaniken, neue Plattformlogiken und neue Erwartungshaltungen bei Kund:innen.
Die falsche Reaktion darauf ist aber erst einmal abwarten, bis sich die „perfekte“ Strategie zeigt – das wird nicht passieren.
Starte mit klar begrenzten Experimenten und beginne mit dem produktiven Test eines KI-Use-Cases. Eine neue Content-Mechanik ausprobieren. Die eigene Brand-Kommunikation konsistenter machen und Kundendialoge ernsthaft analysieren.
Final gesagt: Spring ins kalte Wasser, statt auf dem Sprungbrett zu wackeln.
„Wie oft wollen wir noch ‚überrascht‘ werden?“
Ein weiterer starker Programmpunkt war das KI-Auditorium von Paul Krauss. Dort ging es um KI, Markenintegration und den Einsatz von KI in strategischen Unternehmensentscheidungen.
Schon der Einstieg setzte den Ton: „Hört auf überrascht zu sein, die Zukunft kommt.“ Genau diese Phrase gehört eigentlich in jedes Commerce-Boardmeeting.
KI ist nicht mehr der nette Innovationsslot für Freitagmittag. KI verändert nicht nur Tools, sondern relevante Entscheidungen im Unternehmen. Welche Prozesse werden schneller? Welche Kundenerlebnisse werden besser? Welche alten Gewohnheiten müssen raus?
Die Antwort liegt nicht in der nächsten Trend-Zusammenfassung, sondern in der Umsetzung. In #InToAction“.
Die K5 Magie entsteht zwischen den Sessions
Neben den Bühnen war der Austausch mit der Branche ein echtes Highlight. Schon beim Hyvä Pre-Event gab es gute Gespräche. Auf der Messe selbst wurde es noch konkreter: mögliche Kooperationen, neue Kontakte, gemeinsame Themen, frische Perspektiven.
Was bleibt?
Die K5 2026 war kein gemütlicher Blick in die Zukunft, sondern vielmehr ein Reminder. Der digitale Handel sortiert sich neu, KI ist da – Punkt – und Social Commerce wird immer relevanter.
Für uns als Agentur und Tech-Partner heißt das, weniger Buzzword, dafür umso mehr Umsetzung.
Und für Entwickler heißt das: Commerce-Architekturen müssen flexibler, schneller und KI-fähiger werden.
#InToAction. Nicht irgendwann. Jetzt.
Ein kleiner Auszug der K5 Future Retail Conference:








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